Donnerstag, März 12, 2009

Review: Peter Doherty - Grace/Wastelands

Peter Doherty - Grace/Wastelands
2009 Parlophone/EMI

Angesichts all der Exzesse und Skandalgeschichten geht oft vergessen, dass Pete Doherty ein wirklich begnadeter Songschreiber ist. Deshalb durfte man gespannt sein auf sein erstes Soloalbum, das er mit den Babyshambles und einiger Unterstützung (u.a. Graham Coxon) eingespielt hat. "Grace/Wastelands" knüpft bei den romantischeren Momenten von "Down In Albion" an und mäandert irgendwo zwischen Blues, New Orleans Jazz und Gitarrenpop. Spärlich arrangiert, mit wenigen Ausnahmen komplett akustisch eingespielt und ganz auf Dohertys zerbrechliche Stimme ausgerichtet vermittelt "Grace/Wastelands" einen sehr intimen Eindruck. Doherty hat ein paar wunderbare Stücke wie "New Love Grows On Trees" geschrieben, doch zu oft verlieren sich die Songs im relaxten Nirgendwo und verkommen zur Hintergrundmusik. "Grace/Wastelands" ist nicht der ganz grosse Wurf geworden, den sich viele erhofft haben, aber zumindest ein vielversprechender Schritt in die richtige Richtung.