Review: Die Toten Hosen - In aller Stille
Die Toten Hosen - In aller Stille2008 JKP
Ernsthaft ist es geworden, das 12. Studioalbum der Toten Hosen. Campino und Co. negieren jegliche Midlife Crisis, aber Partystimmung wie früher bei "Bommerlunder" oder "10 kleine Jägermeister" sucht der geneigte Fan vergebens. Dafür bietet "In aller Stille" Tiefsinniges und Nachdenkliches, aber auch mehr Punch als die letzten Alben. Noch wichtiger: Die Toten Hosen haben ihre Linie und Energie wieder gefunden, die das letzte Studioalbum "Zurück zum Glück" schmerzlich vermissen liess. Neben Hosen-typischen Rockbrettern wie "Leben ist tödlich" oder "Die letzte Schlacht" wagen die Düsseldorfer auch ein paar Experimente. So überrascht "Disco" mit ungewohnten Elektrobeats und für das balladeske "Auflösen" hat Campino die Schauspielerin Birgit Minichmayr zum Duett gebeten. Unter dem Strich ist "In aller Stille" ein solides Album, das nach altbekanntem Muster gestrickt ist und die Fans der Stadion-(Punk)Rocker versöhnlich stimmen wird.

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