Review: Coldplay - Viva La Vida Or Death And All His Friends
Coldplay - Viva La Vida Or Death And All His Friends2008 EMI
"X&Y" war einfach zuviel des Guten. Zuviele Balladen, zuviel Druck auf die Tränendrüsen, zuviel Schmalz. Das hat auch die Band gemerkt und für das neue Coldplay-Album Viva La Vida Or Death And All His Friends" Veränderungen angekündigt. Das für die Band typische Pathos spielt zwar auch beim mittlerweile vierten Studio-Album noch immer eine wichtige Rolle, aber die Band hat nicht zuletzt dank der Produzenten Brian Eno und Markus Dravs zu neuen Sounds gefunden. So sorgen Kirchenorgeln, Handclaps und sitarähnliche Gitarrenklänge für Spannung und Frische. Das an Radiohead erinnernde "42", das wunderbare "Lost!" oder das von einer Violine getriebene "Yes" stehen stellvertretend für die neuen, überraschend lebendigen und leichtfüssigen Coldplay. Die auf dem Coverartwork dargestellte Revolution ist zwar ausgeblieben, aber Coldplay haben mit "Viva La Vida Or Death And All His Friends" zur richtigen Zeit einen grossen Schritt nach vorne gemacht.

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