Montag, Juni 04, 2007

Review: Marilyn Manson - Eat Me, Drink Me

Marilyn Manson - Eat Me, Drink Me
2007 Universal

Vier Jahre nach dem letzten Album veröffentlicht Marilyn Manson sein neuestes, wohl umstrittenstes Opus "Eat Me, Drink Me". Umstritten nicht wegen des vorab zum Skandal hochstilisierten Sex und (Theater)Blut-Videos zur Single "Heart-Shaped Glass", sondern weil die musikalischen Veränderungen des Rockers manch gestandenem Fan sauer aufstossen dürften. Manson hat sich weitgehend vom Industrial Rock und stampfenden Krachern wie "This Is The New Shit" gelöst. Stattdessen lässt er es gemächlich angehen, schwelgt im 70er Jahre-Rock mit ausgedehnten Gitarrensoli, Bowie-Imitation und jeder Menge Smashing Pumpkins. So ergeben sich zwar ein paar interessante Songs wie "The Red Carpet Grave" oder "Putting Holes In Happiness", aber in der zweiten Hälfte fällt das Album deutlich ab, wird stellenweise langweilig und im Falle des absolut missglückten Remixes von "Heart-Shaped Glass" sogar ärgerlich. "Eat Me, Drink Me" mag Mansons persönlichstes Album sein, sein bestes ist es mit Sicherheit nicht.