REVIEW: Soulfly - Dark Ages
SOULFLY - Dark Ages2005 Roadrunner/Universal
Nach dem gleichnamigen, unheilschwangeren Intro bricht auf „Dark Ages“ ein entfesseltes Metal-Unwetter aus. Diesmal machen Soulfly alles richtig und liefern zweifelsohne ihr bis anhin bestes Album ab. Ab sofort gibt es keinen Grund mehr, sich eine Sepultura-Reunion zu wünschen, denn „Dark Ages“ kann definitiv mit Klasiker wie „Chaos AD“ oder „Arise“ mithalten. Brachiale Gitarrenwände treffen ungebremst auf gnadenlose Grooves, bei denen man kaum die Füsse stillhalten kann. In den Soulfly-typischen Trashmetal integriert Mastermind Max Cavalera immer wieder geschickt genrefremde World Music-Klänge oder durchbricht die gewaltige Soundwand mit sphärischen Ambienteinlagen, die sich nahtlos in dieses grossartige Gesamtwerk einfügen. Brecher wie das gewaltige „Arise Again“ oder „Babylon“ machen richtig Freude und wenn nach einer knappen dreiviertel Stunde gegen Ende des vorletzten Tracks plötzlich der Regen fällt und in einen fünften, eher beschaulichen Teil der Soulfly-Saga überleitet, dann stellt sich beim Zuhörer ein Gefühl der Zufriedenheit ein, wie wenn nach einem kräftigen Sommergewitter die Sonne wieder hinter den Wolken hervorschaut. „Dark Ages“ ist ein absolutes Muss für alle, die sich auch nur annähernd für Metal interessieren.

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