Montag, Oktober 17, 2005

REVIEW: Depeche Mode - Playing The Angel

DEPECHE MODE - Playing The Angel
2005 Mute/EMI

Vergessen sind die uninspirierten Klangexperimente des Björk-Produzenten Mark Bell auf dem Vorgänger. Düsterer und konzentrierter noch als bei „Exciter“ präsentieren sich Depeche Mode auf ihrem neuen Album, gleichzeitig aber auch klingt „Playing The Angel“ wärmer und organischer. Depeche Mode sind damit grandios zu ihren Wurzeln zwischen Synthie-Pop, Wave und Industrial zurückgekehrt. Und genau das ist das Problem.
Obwohl „Playing The Angel“ zweifellos ein sehr gutes, stellenweise sogar sensationelles Album geworden ist, fehlen die neuen Ideen. Man wird das dumpfe Gefühl nicht los, dass Depeche Mode nach zig Jahren Weltschmerz und Tristesse ihren Zenit erreicht haben und auf hohem Niveau stagnieren. Darüber kann auch der Umstand nicht hinwegtrösten, dass Martin Gore mit „Precious“ eine tolle, traurige Pop-Single geschrieben hat.